MOTIVATION

Es war um die Jahrtausendwende. Nach einem Klassentreffen stand ich nachts im HBF Mannheim und wollte zurück nach Karlsruhe. Ich hatte mein Fahrrad dabei. Zwei CityNightLine wurden zusammengekoppelt. Einer davon fuhr nach Berlin weiter, der andere nach Dresden. Für den Zug nach Dresden konnte ich noch einen Platz buchen. Am nächsten Morgen war ich in Dresden, erkundete mit dem Fahrrad die Stadt, übernachtete im Jugendgästehaus. Am nächsten Tag radelte ich weiter bis zur Tschechischen Grenze bei Bad Schandau, erklomm die Bastei und fuhr mit dem CNL wieder zurück nach Karlsruhe. Damit war meine Motivation geweckt, einfach so über das Wochenende Ziele zu erkunden.

Dresden
Hamburg
Berlin (Oberbaumbrücke)
Nordsee Ostfriesland (Pilsum)
Nordsee Ostfriesland (Greetsiel)
Norddeich
Wie die Möwe Jonathan, von der in der Märchenkuppel im YENDIZE in Dresden erzählt wurde, war meine Lust geweckt, immer mehr zu entdecken 
Cornelius auf Norderney
Luberon Colorado Südfrankreich
Canal-du-Midi Südfrankreich
Paris (Gare-du-Nord)

In der Folge suchte ich Ziele aus, die von den Radstrecken, der Natur, Sehenswürdigkeiten her interessant waren und probierte sie zunächst alleine aus. Dazu orientierte ich mich über die Tourenbücher von Bikeline, die Strecken erkundete ich über Google Maps. Ich buchte die Nachtzüge CNL, das diese mit 28 Fahrradplätzen ideal für Gruppenreisen waren. Im Vorfeld suchte ich über das Internet, wo wir in Jugendherbergen, Pensionen, Hotels übernachten konnten. Ich unterhielt mich mit den Vermietern, schaute mir auf meinen Vortouren vor Ort die Örtlichkeiten an, um beurteilen zu können, ob sie ideal für eine Gruppe waren. Je nach Gruppengröße mussten wir uns eventuell auch aufteilen.
Meine Erfahrungen und visuellen Eindrücke beschrieb ich auf meiner Homepage und meinem Blog. Während der Touren hier für den ADFC wurde ich gefragt, welche Touren ich gerade plane. Außerdem wurden auch Wünsche für diese Mehrtages-Touren herangetragen, wie zum Beispiel für den Luberon und Canal-du-Midi als Wochentouren. Oder den Wochentouren an der Nordsee von Ostfriesland, dann im nächsten Jahr Friesland mit den 3 Haven-Städten (Bremerhaven, Wilhelmshaven, Cuxhaven) bis dann schließlich Nordfriesland bis nach Föhr und Sylt. Oder Wochenendtouren wie Paris, Amsterdam, Dresden, Hamburg. Eine Wochentour war auch Berlin auf den Spuren des Mauerradwegs. Diese und einige andere waren auch Familien- und Jugendradtouren.
Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn Gruppenreisen spielte sich mit den Nachzügen sehr gut ein, auch weil mir die Abläufe immer vertrauter wurden, gerade auch, wie ich noch an günstige Sparpreise komme, wenn die Gruppe buchungstechnisch bei der DB gebucht war und es sich dann noch weitere Teilnehmende gemeldet haben. Die SNCF hatte anfangs noch ein Büro in Köln über welches ich kleine Gruppen bis 6 Fahrgäste mit Prems (Sparpreise) günstig für die Nachtzüge buchte. Auch das lief meistens problemlos.
Zu den Gastgebern entwickelten sich oft so vertraute Beziehungen, vor allem, wenn ich bei manchen mit unterschiedlichen Gruppen mehrmals übernachtete, Sie gaben mir dann oft auch Tipps, was ich unbedingt noch anschauen sollte. So hatten meine Mehrtagestouren immer stärker einen familiären Charakter, die Teilnehmenden kannten sich von den Touren. Natürlich auch von den Touren hier in Karlsruhe und Umgebung.
Die Touren organisierte ich über meinen Blog, wo ich neben der eigentlichen Tour auch die Organisation der Tour  immer wieder aktualisierte. 
Das war mit ein Grund für die Beliebtheit meiner Touren, man musste einfach nur mitradeln, über das andere wie Zugverbindungen, Übernachtungen kümmerte ich mich im Vorfeld.

Das war zwar alles aufwändig, aber für mich auch auch Motivation für die Touren. Ich bereitete eigentlich meine Tour vor und diese sollte perfekt sein. Bei den Vortouren habe ich das immer im Hinterkopf. Und so kann ich die Touren dann mit der Gruppe weitgehend auswendig radeln.   




















 
 

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