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Donnerstag, 12. März 2020

05.04.2020 Sonntag nach Wissembourg

05.04.2020 Sonntag nach Wissembourg

wegen Corona Virus siehe meine Homepage


Corona Virus

Bei der Wintertour am 8.3.2020 hatte ich kein gutes Gefühl, in einem Lokal einzukehren. Ich habe ja nicht nur für mich, sondern auch für alle, die mitradeln, die Verantwortung, dass alle gesund bleiben. Bei der Radtour sind wir an der frischen Luft, da ist keine Gefahr, wenn man Abstand hält. Und so haben wir im Sonnenschein das mitgebrachte gepicknickt.

So werde ich es auch bei den nächsten Touren machen. Wir werden nicht in Lokalen einkehren, sondern im Freien unser mitgebrachtes Picknick essen. Also Essen und Trinken mitbringen !

Die nächste Tour am Sonntag 05.04.2020 findet laut Fahrradkalender nach Wissembourg statt. In dieser Form kann sie nicht durchgeführt werden. Das Elsass ist Risikogebiet. Ich radle auch nicht über die Bienwaldmühle auf der deutschen Seite über die Pfalz.

Ich werde auf der badischen Seite bleiben. Wir können am Rhein entlang nach Süden radeln und dann über Rastatt zurück nach Karlsruhe. Eine schöne Strecke ist auch Richtung Norden nach Waghäusel.

Vielleicht gibt es noch andere Vorschläge.

Wir alle versuchen, alle Risiken auszuschalten. Die Critical Mass Ende März werden wir sicherheitshalber absagen. Es ist schon belastend, wenn das gesellschaftliche Leben immer weiter heruntergefahren werden muss. Gesund bleiben ist das wichtigste für uns alle. Das wünsche ich allen.

Mit meiner Nachbarin habe ich als nachbarschaftliche Vernetzung ausgemacht, dass falls einer in Quarantäne muss, der andere dann einkauft und die Waren vor die Tür stellt. Bedrückende Vorstellungen, hoffentlich kommt bald wieder Normalität. Ich bete drum, es ist ein Anlass, darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist im Leben. Bleibt gesund, Cornelius :-) 

Montag, 6. Januar 2020

Besuch der "Inspiration Matisse" in der Kunsthalle Mannheim (1.1.2020)

Besuch der "Inspiration Matisse" in der Kunsthalle Mannheim
Am 1. Januar 2020 waren wir mit einer kleinen Gruppe in Mannheim und haben die Ausstellung und die Kunsthalle erforscht und genossen.

Nicht nur die Matisse-Ausstellung in Mannheim war ein Erlebnis, auch die neu gebaute Kunsthalle zu entdecken und erforschen, das schon allein lohnt einen Besuch.

Mein Karl-Friedrich-Gymnasium steht gerade auf der anderen Straßenseite. In der Oberstufe hatten wir die Freiheit, in der großen Pause statt des Schulhofs, unsere Pause im Park hinter der Kunsthalle zwischen der Jugendstil-Kunsthalle von Hermann Billig und Wasserturm zu verbringen. Zum Ende meiner Schulzeit entstand dort eine Großbaustelle, die Kunsthalle bekam einen modernen Anbau, der sehr interessant gestaltet wurde und gerade auch die Skulpturen eindrucksvoll präsentierte.

Dieser Anbau wurde jetzt nach vielleicht 40 Jahren abgerissen und ein ganz neues Gebäude und damit ein ganz neues Konzept erstellt. Aber keine Angst, der Jugendstilbau ist noch da und wurde interessant sichtbar integriert. Der Übergang vom neuen Gebäude in den Jugendstil-Teil geht über einen Gang, der ein Raumgefühl erzeugt, was einen verleitet, zu überprüfen, was ist echt, was ist optische Täuschung? Man streckt instinktiv den Arm über die Linie, um zu ertasten, ob die Seitenwand wirklich zurück weicht, oder ob man sie ertasten kann? "Nicht in den Raum greifen", mahnte mich eine Aufpasserin, "das kann den Alarm auslösen". Das war für mich die Gelegenheit, mich mit ihr über das neue Museum zu unterhalten. Ja, sie ist ein kompletter Neubau, die bisherige neue Kunsthalle wurde abgerissen. Man stellte fest, über die Jahre wurden die Keller mit den umfangreichen Depots, das ganze Fundament, immer feuchter. Die Sponsoren entschieden dann, statt zu renovieren und dann doch mit Kompromissen zu leben, gleich ganz neu zu bauen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. In den meisten Museen lagern der größte Teil der Kunstwerke, der Arbeiten in Depots und werden vom Museumsbesucher so gut wie nie gesehen. Hier reiht sich nach oben ein Cubus an den anderen, drinnen sind dann Regale, wo die Schätze gelagert und präsentiert werden. Ganz ungewohnte Einblicke.  Oder ein Cubus ist eine Werkstatt, ein Kunstwerk ist im Entstehen, Muster stehen herum. Auf dem Tisch liegt ein angebissenes Brötchen, eine angefangene Konserve, … In einem anderen Cubus muss man aufpassen, sich in einem alten Dachboden nicht den Kopf anzustoßen, …, man findet auch die Skulpturen wieder, anders gruppiert oder zugeordnet ... und von ganz oben mit Panoramablick auf Wasserturm und die Anlage hängt eine Kette von Bettgestellen und immer wieder, wenn eine Geige darin einen Betrachter entdeckt, streicht der Bogen über die Saiten. Ja, diese Ausblicke, die andersherum die Kunsthalle zu lichtdurchfluteten Räumen machen. Licht ist aber andererseits etwas, was für Kunstwerke nicht unbedingt förderlich ist, die UV-Strahlung zerstört langsam aber sicher. Da erschließt sich, warum die ganze Kunsthalle in ein Metallnetz eingepackt ist. Man ist damit in einer transparentenen Halle, die UV-Strahlung wird aber im Metallnetz reflektiert und kommt nicht an die Kunstwerke. 

Wir alle, die wir das Jahr mit Matisse und der neuen Kunsthalle in Mannheim begannen, waren begeistert. Es gab viel zu schauen, zu staunen, ...

Samstag, 2. November 2019

Weihnachtsfeier 2019 im Schlosscafé FR 06.12.2019 18 Uhr

Unser Ausflug zum Vogtsbauernhof und nach Gengenbach am Samstag 14.12.2019


Wenn Engel reisen … Im Kinzigtal kam die Sonne raus, im Vogtsbauernhof und dann in Gengenbach, den Regen haben wir im Rheintal zurückgelassen. Es war mild und trocken. Ein Genuss, wo für jeden Geschmack was dabei war. Ich habe mir mit einem Dinkelbauernbrot mit Maronen, auch Maronenmehl das Geschmackserlebnis nach Karlsruhe gerettet. In Gengenbach ist die Engelsgasse jetzt eine komplette Augenweide. Alles ist rausgeputzt und Autos sind jetzt offensichtlich aus dieser romantischen Straße verbannt. Damit taucht man ohne Abstriche in die Welt des 17. Jahrhunderts. Mit den Kohleschütten und den Metallkästen für die Kellerabgänge wirkt diese Gasse wie die Illustration aus einem Buch von Charles Dickens. Überhaupt ist Gengenbach immer ein Erlebnis. Antoine de Saint-Exupéry. Der Adventskalender, die Ausstellung im Museum Haus Löwenberg, dank dem Engagement und den vielen Verbindungen des Kurators Reinhard End wird jede Ausstellung zu etwas einzigartigem. Diesmal ist es neben vielem anderen eine Original-Illustration von Antoine de Saint-Exupéry. Er zeichnete meistens zuerst eine Grafik und diese inspirierte ihn zu den wunderbaren, tiefsinnigen Geschichten. Unglücklicherweise verschenkte er der die Original-Zeichnungen seinem Chauffeur. Und so verschwanden diese einzigartigen Originale überall hin, und wer eine besaß, behielt sie auch, für die Öffentlichkeit waren sie verloren. Vor einiger Zeit geriet einer der Sammler, der zwei Bilder hatte, in Geldnot und musste eines davon versteigern. Jean-Marc Probst aus Lausanne erwarb es für seine weltgrößte Sammlung des Werkes von Saint-Exupéry. Jean-Marc Probst besaß auch aus der Suche nach allen Veröffentlichungen zum Kleinen Prinzen in inzwischen mehr als 400 Sprachen und Kunstformen, eine handschriftliche Ausgabe des Gengenbacher Kalligrafen Waldemar Dahlke. Kurator Reinhard End beziehungsweise seine Frau Barbara entdeckte bei Dahlke diese Ausgabe und damit war der Kreis nach Gengenbach geschlossen und gleichzeitig die Verbindung zum Sammler Jean-Marc Probst. Das Original von Antoine de Saint-Exupéry wurde bis jetzt erst einmal in Paris ausgestellt. Und jetzt in Gengenbach. Die Betrachter in Gengenbach gehören somit zu einem sehr kleinen Kreis von Menschen, die ein Original von Antoine de Saint-Exupéry betrachten dürfen.

Für mich sind es auch gerade diese persönlichen Geschichten, die Gengenbach zu einem besonderen Schatzkästchen machen, zu dem ich immer wieder gerne reise.


Und ein Danke an alle, die auf diesem Ausflug mit dabei waren. Gemeinsam erlebtes macht es aus. Wir treffen uns immer wieder, tauschen aus, was wir gerade erlebt haben.
Ich wünsche allen frohe und gesegnete Feiertage und als wichtigstes ganz viel Gesundheit jetzt und im nächsten Jahr.




Zu Antoine de Saint-Exupéry von der Homepage vom Museum Haus Löwenberg:

 Museum Haus Löwenberg I Gengenbach
Ausstellung "Der kleine Prinz" vom 30.11.2019 bis 19.04.2020
Eine der populärsten literarischen Figuren hat einen großen Auftritt im Haus Löwenberg und an den Fenstern des Adventskalenders - der kleine Prinz.
 Nicht nur der Text von Antoine de Saint-Exupéry wurde zu einem weltweit verbreiteten Kulturgut;
die zugehörigen Zeichnungen sind Ikonen der Illustration geworden. Im Haus Löwenberg treten sie in vielfältig überraschenden Variationen auf: Zum Ertasten für Blinde und für sehende Menschen eine faszinierende Variante als Relief. Trägerinnen und Träger von Tattoos mit den Motiven des kleinen Prinzen fotografierte die türkische Künstlerin Melissa Mey. 
Neu und einfühlsam interpretierte Valeria Docampo das Werk. Die Argentinierin ist mit ihren Arbeiten in fünf Kontinenten präsent, erhielt hohe Auszeichnungen und zeigt die Originale zum gerade erschienenen kleinen Prinzen in deutscher Sprache.
Jean-Marc Probst zeigt aus der Fülle seiner weltgrößten Sammlung spektakuläre Objekte. Sie sind allesamt Belege für den unglaublichen Weg des zunächst kaum beachteten Werks zum Weltbestseller mit einer Verbreitung in etwa 400 Sprachen und Dialekten.
 Es gibt Werke in Miniaturformat, signierte Exemplare von Che Guevara und von Consuelo, der Ehefrau
des Autors. Ein handschriftliches Exemplar gelangte ausgerechnet vom Gengenbacher Schriftkünstler Waldemar Dahlke in die Hand des Sammlers nach Lausanne. Aus der Morgan Library & Museum in New York kommen Reprints des Originalmanuskriptes.
Der Rose, einem Leitmotiv der Erzählung, wird in Verbindung mit Gilbert Bécauds Lied
„L’important c’est la rose“ ein Raum gewidmet.
Bilder (c) Fondacion Antoine Saint de Excupéry


Die Einladungen:

Weihnachtsfeier 2019 im Schlosscafé 
Freitag 06.12.2019 18 Uhr


Es ist so weit wie jedes Jahr,
schon wieder? Ja, ist es wahr?
Es hat doch vor kurzem erst begonnen,
Sommer war’s noch vor nicht langer Zeit.
Die langen Tage, sie sind schon zerronnen,
so hieß es für mich, sei jetzt bereit!
Auf dem Rad haben wir durchstreift die Natur,
genossen die Sonne und auch Kultur.
Es könnte immer so weiter gehen,
doch Jahreszeiten wechseln, wie wir sehen.
Bereit für Gedanken, der Dezember kommt wie immer
plötzlich, unerwartet und mit leuchtendem Schimmer.
Ich war heute im Schloss, ein Termin wird gesucht,
im Kalender nachgesehen, ein Freitag gebucht.
Dort, wo wir schon in den letzten Jahren
zur Weihnachtszeit zusammen waren.



Und jetzt in Prosa:

Für Freitag 6. Dezember habe ich Schlosscafé um 18 Uhr einen Tisch reserviert.

Für alle, die an meinen Touren, Feierabendtouren, Critical Mass oder sonstwo irgendwann einmal dabei waren. Damit wir uns wieder einmal ganz entspannt treffen und unterhalten können.

Das Schlosscafé schließt normalerweise um 18 Uhr, wenn das Museum seine Pforten schließt kommt kaum Laufkundschaft vorbei. Wir haben also das Schloss für uns. 

Das heißt aber auch, es wäre gut, wenn ich bald wissen könnte, wer alles kommen will. Damit ich auch der Familie Campanella, die das Schlosscafé mit italienischer Küche bewirtet, sagen kann, wieviele ungefähr kommen. 

Außerdem habe ich wieder vor, nach Gengenbach zur Öffnung des Adventskalenders zu fahren.
Nach Andy Warhol folgt der "Kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry für die nächsten 3 Jahre von 2019 - 2021
https://www.gengenbach.info/Entdecken/Der-Gengenbacher-Adventskalender

Begleitend dazu gibt es eine sehr interessante Ausstellung im Museum Haus Löwenberg. Es ist immer wieder spannend, wie Gengenbach an die Kunstwerke für seinen Adventskalender kommt.
https://www.museum-haus-loewenberg.de/vorschau/

Zu einem Termin werde ich später noch schreiben. Ich will es eventuell wieder mit dem Weihnachtsmarkt vom Vogtsbauernhof kombinieren.

Und noch eine Anmerkung: In der Kunsthalle Mannheim ist noch bis zum 19. Januar 2020 die Ausstellung "Inspiration Matisse". Das ist auch eine Gelegenheit, die Kunsthalle nach dem großen Umbau zu erleben.  

Und jetzt zum Programm Gengenbach, Vogtsbauernhof

Außerdem fahre ich wieder nach Gengenbach, dieses Jahr beginnt mit "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry der Zyklus für die nächsten 3 Jahre von 2019 - 2021







Wenn wir schon dort sind, können wir einen Abstecher zum bäuerlichen Weihnachtsmarkt im Vogtsbauernhof in Gutach machen. Mit dem BW-Ticket ist auch dieses Highlight erreichbar. Neben dem Weihnachtsmarkt dort, kann man auch in die Bauernhäuser. Der Vogtsbauernhof ist am Wochenende des 14.12.2019 geöffnet.







Der Zeitplan für den 14.12.2019 Gengenbach / Vogtsbauernhof sieht dann folgendermaßen aus:




Wir treffen uns um 10:45 im HBF Karlsruhe vor der Buchhandlung
Wenn wir um 11:09 Uhr in Karlsruhe starten, sind wir um 12:39 am Vogtsbauernhof. In Hausach steigen wir dabei in die S-Bahn zum direkten Haltepunkt Gutach Freilichtmuseum. 
Um 13 Uhr öffnet der Vogtsbauernhof. Wir haben dann dort etwas mehr als 2 h Zeit, um mit der Bahn 15:19 nach Gengenbach zu fahren. 
In Gengenbach haben wir dann von 16 Uhr - 18 Uhr Zeit für Gengenbach, Weihnachtsmarkt, Museum Haus Löwenberg, bis dann um 18 Uhr der Adventskalender mit einer eindrucksvollen Zeremonie geöffnet wird. Danach bleibt noch etwas Zeit, bis wir um 18:35 zum Bahnhof gehen, wo um 18:53 die Schwarzwaldbahn nach Karlsruhe fährt.

Wir brauchen hierfür keine Fahrräder, vom Bahnhof Gengenbach in die Stadt sind es 10 Minuten zu Fuß. Und das Freilichtmuseum Gutach hat direkten Bahnanschluss.
Für die Museen Löwenberg und den Vogtsbauernhof gilt der Museumspass.

Bitte melden, wer alles Lust auf diesen Ausflug nach Gengenbach, Vogtsbauernhof am 14.12.2019 hat :-)
Und wie gesagt, wer noch zur Weihnachtsfeier am 06.12.2019 will, bitte auch bei mir melden :-)

Dienstag, 29. Oktober 2019

Pamina - Tour für das Jahr 2020 (Vortour)

Pamina - Tour für das Jahr 2020 (Vortour)

Am Sonntag den 27.10.2019 war nochmal schönes warmes Wetter. Ideal, um die Tour wieder einmal zu fahren. Ich habe festgestellt, dass ich keine Bilder von unterwegs habe. Und ich will ja im Blog immer auch schon einen Vorgeschmack geben, einen Eindruck geben, wo wir entlang radeln. Heute hatte ich Zeit, immer mal wieder stehen zu bleiben. Ich machte auch einen Abstecher hinein nach Munchhausen zur Kirche Saint Pantaléon von 1840. Sie ist ein besonderes Schmuckstück. Wenn man vom Rhein aus hochradelt, kommt man auf einen Platz über dem Ort. Im Hintergrund sieht man die Berge des Schwarzwaldes, Rathaus und Schule stehen um den Platz. Und die Kirche ist besonders im Inneren im Italienischen Renaissance gestaltet. Man hat das Gefühl, im Urlaub irgendwo in Südfrankreich zu sein.
Mit der Fähre Baden-Pfalz geht es in Neuburgweier hinüber in die Pfalz bei Neuburg und dann am Rhein entlang Richtung Lauterbourg ins Elsass.

 Weiter geht es durch die Rheinauen Richtung Seltz


 Munchhausen Kirche Saint Pantaléon
 Dort ist auch das Delta der Sauer. Auffallend die vielen Schwäne
 Im Hintergrund der Ort mit der Kirche Saint Pantaléon, vorne die Fischerkähne.
Der Rhein wird von Seltz nach Plittersdorf mit einer Gierfähre überquert. Sie wird allein durch die Strömung des Rheins angetrieben. Sie hängt an einem Seil, die Ruder werden so gestellt, dass die Fähre in beiden Richtungen so im Rhein liegt, daß sie immer ans gegenüberliegende Ufer geschoben wird. Die Fähre selbst ist ein großer Kreisverkehr, typisch Frankreich. Die Stellmotoren werden über Solarenergie angetrieben.
Hier hat man jetzt den Blick vom badischen Ufer in Plittersdorf hinüber nach Seltz. Dort sind ganz rechts die Zelte zu sehen, wo man vor der Fährüberfahrt am Picknickwagen einkehren kann. Merguez gibt es immer. Wenn in der Saison viele Gäste kommen, gibt es auch mal Flammkuchen.

Nach Karlsruhe radeln wir dann über Rastatt, Ötigheim, Durmersheim zurück.
Die Tour ist 70 km lang und durchgehend flach.

Sonntag, 6. Oktober 2019

06.10.2019 Rheinzabern römische Brennöfen, Jockgrim Ziegeleimuseum


06.10.2019 10h Rheinzabern römische Brennöfen, Sigillata, Jockgrim Ziegeleimuseum

Start ist um 10 Uhr am Umweltzentrum in der Kronenstraße 9

Terra-Sigillata-Museum Hauptstraße 35, Rheinzabern. Auf dem Weg nach Jockgrim kommt man an der Faustinastraße vorbei. Dort sind beim Kindergarten in einem Schutzbau 2 römische Brennöfen.

Brennöfen am Kindergarten

in der Faustinastraße

Zwei Brennöfen aus römischer Zeit wurden 1978/79 bei der Erschließung des Neubaugebietes "24 Morgen" freigelegt.

Beide, der Ziegelrechteckofen und der runde Terra Sigillata Ofen, sind in einem relativ guten Zustand erhalten. Der kleine Ziegelbrennofen war bereits 1902 bei Ausgrabungen durch Dr. h.c. Wilhelm Ludowici freigelegt und zur besseren Erhaltung wieder zugedeckt worden.



Beide Brennöfen sind in einem Schutzbau der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht worden.



Aus <https://www.terra-sigillata-museum.de/museum_aussenstellen.htm>

Weiter nach Jockgrim Ziegeleimuseum über Hauptstraße nach Süden, Ausserdorfstraße, Jockgrimer Straße, durch den Wald nach Untere Buchstraße zum Ziegeleimuseum.

Gegenüber dem Ziegeleimuseum kann man einkehren.

Nach Rheinzabern sind es 25 km, Tourlänge gesamt 50 km


Geheimrat Dr. h.c. Wilhelm Ludowici (1855-1929)

Ein humanistisch gebildeter Falzziegelfabrikant, Privatgelehrter und Heimatforscher. Er veranlasste die ersten groß angelegten Grabungen, deren Ergebnisse er in vorbildlicher Weise dokumentierte.

Ludowici errichtete die Ziegeleifabrik in Jockgrim von 1886 - 1972. Dann gingen die Tonvoräte aus. 1972 brannte das letzte Werk 6 ab und beendete die Ziegelproduktion in Jockgrim

Aus <https://www.ziegeleimuseum-jockgrim.de/das-museum/>

Das 1996 eingeweihte Ziegeleimuseum befindet sich im restaurierten Pressehaus der ehemaligen Carl Ludowici Falzziegelei.




Kugelhaus von Ludowici


Johann Wilhem Ludowici verhalf mit seinem Ideenreichtum der Ziegelei zu einem weltweiten Erfolg.
Er entwarf zahlreiche Organisationsformen, auch fernab der Ziegelproduktion. Oftmals waren seine Ideen ihrer Zeit voraus.
Das im Außenbereich des Museums gezeigte Kugelhaus aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts sollte durch seine gute Transportmöglichkeit und optimale Raumnutzung seinerzeit eine Alternative zum herkömmlichen Wohnungsbau darstellen, kam aber nie über die Produktion des Prototyps hinaus.
Das vom Museumsverein restaurierte Kugelhaus ist dem Besucher zugänglich und gilt als eines der Highlights der Ausstellung.

Montag, 30. September 2019

13.10.2019 Bienwaldtour: Fähre - Scheibenhardt - Büchelberg - Kandel - Wörth - KA


13.10.2019 10h Bienwald

Start ist um 10 Uhr am Umweltzentrum in der Kronenstraße 9

65 km. KA - Fähre 19 km, Fähre - Berg - Neulauterburg - Scheibenhardt - Büchelberg - Naturfreundehaus Kandel +21 km = 40 km, NFH Kandel - Wörth - KA +25 km = 65 km.

Am Imbisswagen an der Fähre kann man sich mit einem Heringsbrötchen stärken. Im Zollpavillon Neulauterburg, der Museum und Restaurant ist, kann man essen. Ideal ist eine Einkehr aber erst im Naturfreundehaus Kandel.

Sonntag, 22. September 2019

Tour Waghäusel Eremitage 2019

Tour Waghäusel Eremitage 2019

Hier werden die Touren beschrieben, die ich in 2019 durchführe.


Tour Waghäusel Eremitage  47 km, hin- und zurück 84 km

Termin: SO 22.09.2019 um 10 Uhr am ADFC-Büro (Umweltzentrum) Kronenstr. 9. Anmeldung bitte per email, vor allem, wenn die Führung gewünscht wird, dann schon einige Wochen vorher anmelden, damit ich eine Chance habe, einen Termin zu bekommen.

Hin über Rhein 47 km Leopoldshafen - Rußheim - Huttenheim - Philippsburg - Waghäusel Eremitage

Zurück 37 km über Wiesental - Graben-Neudorf.
Man kann auch mit der Bahn zurückfahren, es gilt der KVV-Tarif. Stundentakt.

Hinweis: Falls jemand von Waghäusel mit der Bahn zurückfahren will: Zwischen Waghäusel und Graben-Neudorf ist wegen Baumaßnahmen ein Schienenersatzverkehr (Bus ohne Fahrradmitnahme) eingerichtet. Man muss also nach Graben-Neudorf radeln (12 km), oder mit der Bahn über Mannheim fahren (1:43 Std). Für die 34 km von Waghäusel nach Karlsruhe braucht man mit dem Fahrrad 2:20 Std.

Die Strecke ist eben und geht auf dem Hinweg durch die Rheinauen.

In der Eremitage (barockes Jagd- und Lustschloss von 1724) sind im Küchenbau immer verschiedene Ausstellungen. In der Heckerstube gibt es Kaffee und Kuchen. Wenn wir eine Gruppe ab 10 Personen sind, können wir eine Führung bekommen. Auswahl aus den Themen

a) Entstehungsgeschichte Eremitage Waghäusel,
b) Badische Revolution - Freiheitskämpfe in Waghäusel 1849,
c) Geschichte Südzucker.

Wenn die Führung gewünscht wird, bitte mindesten 2 Wochen vorher melden, besser noch früher, damit ich das organisieren kann. Die Führung kostet 3 EUR (Minimum 30 EUR).

Die Führung dauert 1,5 Stunden und beginnt um 14 Uhr 

Öffnungszeit Eremitage Küchenbau 14-18 h. 


Die Eremitage in Waghäusel ist ein durch Damian Hugo Philipp von Schönborn ab 1724 errichtetes barockes Jagd- und Lustschloss.




Die Eremitage
Im Garten wurde 1999 zum 150-jährigen Gedenken ein Denkmal zur Schlacht von Waghäusel aufgestellt. Diese Schlacht 1849 war der letzte Kampf der Badischen Revolution von 1848/ 1849. Siehe unten die Information
In der Heckerstube habe ich mich mit Walnuß-Strudel, Apfelstrudel und heisser Schokolade mit Sahne gestärkt.

Um die Eremitage stehen die Kavaliershäuser. Dieser Küchenbau beherbergt die Ausstellungen und hier gibt es Kaffee und Kuchen,

Geschichte der Eremitage von Waghäusel:

Den Grundstein zur Eremitage in Waghäusel legte am 26. September 1724 Damian Hugo Philipp von Schönborn, von 1719 - 1743 - Fürstbischof von Speyer. Bereits 1720 hatte er die Residenz von Speyer nach Bruchsal verlegt und dort mit dem Schlossbau begonnen. Damian Hugo überzog das Hochstift Speyer mit einem Alleesystem, das die neue Residenz Bruchsal mit herrschaftlichen Anlagen wie Schloss Kislau in Bad Schönborn, Altenbürg und die Eremitage in Waghäusel verband und den Wald erschloss.

Die Speyerer Fürstbischöfe suchten in ihrer Waghäuseler Eremitage in unmittelbarer Nähe zu Wallfahrtskirche und Kloster sowohl Ruhe für religiöse Übungen wie Entspannung durch die Jagd.

Michael Ludwig Rohrer aus Rastatt, u. a. Hofbaumeister der Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden, plante die erste Anlage der Waghäuseler Eremitage, die von 1724-1729 erbaut wurde - ein sechzehneckiger Hauptbau mit acht "Eremitenpavillons". Stilprägend war das Sommerschloss Marly-le-Roi, geschaffen vom französischen König Ludwig XIV - eine aufgelockerte Bauweise in Form eines von Pavillons umgebenen Hauptbaus. Wohl durch den Würzburger Barockbaumeister Balthasar Neumann angeregt, ließ Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn schon 1730 anstelle der kleinen sehr einfachen Eremitenhäuschen vier zweistöckige Kavalierpavillons mit quadratischem Grundriss errichten - “Küchenbau", "Garde zu Pferd und Fuß", "Fremdenbau" und "Cavalierbau". Im Jahr 1747 beauftragte Fürstbischof Franz Christoph von Hutten seinen Architekten Balthasar Neumann mit einer Erweiterung des Hauptbaus mit vier Flügeln. Die 4 Kavalierhäuser wurden ebenfalls um den hinteren Teil außerhalb der Ringmauer vergrößert.
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 wurde das Hochstift Speyer aufgelöst, dessen rechtsrheinischer Teil mit Waghäusel fiel an den badischen Staat. Die Eremitage, für die man danach zunächst keine Verwendung mehr fand, entging der Versteigerung für einen geplanten Abriss nur dank des Einsatzes des Geheimen Finanzrates Bürklin

Im Jahr 1837 kaufte die "Badische Gesellschaft für Zuckerfabrikation" die rund 13 Hektar große Schlossanlage vom badischen Staat. 


Die ersten Produktionsgebäude für die Zuckerherstellung entstanden im ehemaligen Ökonomiehof. Im Lauf der Jahre mussten alle barocken Wirtschaftsgebäude neuen Industriebauten weichen. Die Grundlinien der barocken Anlage und einige Reste der Wegeachsen konnten sich aber überraschend deutlich in der Struktur der Fabrikanlage halten. Zwischen den Fabrikanlagen blieben einzig der Eremitage-Hauptbau, der von der Fabrikverwaltung genutzt wurde, und die Kavalierhäuser, die als Werkswohnungen dienten, erhalten.

Im südwestlichen "Fremdenbau" wohnten zeitweise die Fabrikdirektoren. Er wurde in den 1870er Jahren nochmals verlängert und erhielt eine Veranda in zierlicher Wintergartenarchitektur in Form der Gründerzeit. Das nordwestliche Kavalierhaus wurde 1968 abgerissen, um einem Melassetank Platz zu machen. Die übrigen drei Kavalierhäuser entgingen dem schon geplanten Abriss und wurden von 1988 bis 1992 mit Mitteln der Südzucker AG, der Stadt Waghäusel, der Denkmalstiftung Baden-Württemberg und des Landesdenkmalamtes renoviert.

Der Hauptbau der Eremitage blieb lange im Wesentlichen unverändert. Im Jahr 1860 richtete die Direktion der Zuckerfabrik für die protestantischen Beschäftigten, eine Minderheit in der überwiegend katholischen Gegend, einen Betsaal im Erdgeschoss mit eigenem Zugang und später auch eigener Kirchenglocke ein. Er wurde bis zur Fertigstellung der Waghäuseler Friedenskirche 1967 genutzt.
In den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts beschäftigte die Zuckerfabrik Waghäusel fast 1000 Mitarbeiter und war damit eine der großen Fabrikanlagen des badischen Raums. 

Die bis 1995 bestehende Zuckerfabrik Waghäusel verkaufte 1997 das gesamte Gelände inklusive der Eremitage an die Stadt Waghäusel.



1997 verkaufte die Südzucker AG das Zuckerfabrikgelände einschließlich der Eremitage an die Stadt Waghäusel, die über Jahre mit Zuschüssen des Landes Baden-Württemberg umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der denkmalgeschützten Schlossanlage durchführte. Zunächst wurden am Hauptbau Dächer, Fenster, Sockel, Verputz und Farbgebung erneuert. Im Jahr 2004 erhielt die Rotunde des Hauptbaus einen neuen, dem historischen Vorbild nachempfundenen Dachstuhl aus Stahl und Holz. Die seit dem Umbau in den 1920er Jahren zugeschütteten Teile des Kellers unter dem Eingangsbereich und Reste des von Balthasar Neumann konzipierten Treppenhauses wurden freigelegt. Im Bauschutt fanden sich dort noch Kacheln und Putzreste der Originalausstattung des 18. Jahrhunderts. Man entdeckte und sicherte die Reste des für die Zeit um 1750 überaus fortschrittlichen Kanalsystems. Teile des historischen Achsensystems der Anlage wurden durch Pflanzung von Baumalleen wiederhergestellt. Die Innensanierung des Hauptbaus dauerte von Mitte 2010 bis Ende 2013, dabei wurden historische Befunde freigelegt und konserviert. Seit Januar 2014 wird die Eremitage nach und nach der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.



Badische Revolution 1849: Gefecht bei Waghäusel.


Als die Hegemonialmächte Preußen und Österreich die Verfassung der Paulskirche ablehnten, brach die dritte Revolution, die Badische Revolution aus. Fast die ganze Badische Armee wechselte zu den Aufständischen, außerdem fiel die Festung Rastatt an die Revolutionären, sodass 45.000 Soldaten zur Verfügung stand, sowie Munition und Geschütze, von denen allerdings nur 50 einsatzbereit waren. Da die Offiziere nicht übergelaufen waren, musste deren Aufgabe von Unteroffizieren durchgeführt werden. Diese hatten allerdings nicht die Kenntnisse und Erfahrungen eines Offiziers.


Sie standen den Preußen, Bayern, Hessen mit 70.000 Mann und 126 Geschützen gegenüber, die auf der linken Rheinseite standen. In einem taktischen Überraschungsangriff wechselten die Preußen am 21.06.1849 unter Generalleutnant Moritz von Hirschfeld in Germersheim über den Rhein. Sein Corps näherte sich Bruchsal, als sie bei Waghäusel bei der Zuckerfabrik von der Hauptmacht der badischen Revolutionsarmee unter General Ludwik Mieroslawski  angegriffen wurden. Es gelang den Badenern zunächst auch, die Preußen zurück zu drängen. Aber sie brachen die Verfolgung zu früh ab. Die Preußen holten Nachschub. In Eilmärschen konnte zwar eine Umklammerung verhindert werden. Aber die badische Armee schmolz durch Desertation und Disziplinlosigkeit schnell zusammen, eine Verteidigungslinie an der Murg kam nur lückenhaft zustande. In Einzelgefechten zogen sie sich in die Schweiz zurück. Nur Rastatt konnte sich noch bis zum  23.07.1849 halten, bevor sie sich ergaben. Damit war die badische Revolution endgültig niedergeschlagen.


Unsere Tour:

Das Wetter war nochmal ein herrlicher Sommertag am 22.09.2019 als wir zur Eremitage radelten. Es lief auch für die ohne e-Bike so leicht, als ob wir alle Motoren hätten. So hatten wir noch eine halbe Stunde Zeit, bis Stühle und Tische aufgebaut wurden und wir uns mit Apfelkuchen mit Sahne, Käsekuchen oder Tiroler Nusstorte stärken konnten. Alles selber gebacken. Oder mit einem Vesperteller oder Käseplatte. 
Zeit, in der ich alles zur Eremitage, zur Badischen Revolution, zur Zuckerfabrik erzählen konnte.


Wir sind zeitig da, noch ist der Küchenbau nicht geöffnet. Also erzähle ich erst mal zur Geschichte der Eremitage, zum Gefecht von Waghäusel am Ende der Badischen Revolution.
 Nach der Kultur Entspannung bei Kuchen und Vesperplatte