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Sonntag, 3. Juni 2018

ADFC Tour Mainz - Eltville - Rüdesheim - Bingen - Burgen am Mittelrhein bis Oberwesel

ADFC Tour Mainz - Eltville - Rüdesheim - Bingen - Burgen am Mittelrhein bis Oberwesel

Am Sonntag den 03.06.2018 hatten wir Hochsommerwetter, als wir die echte Tour starteten.
In die Kirche St. Stephan konnten wir allerdings nur verstohlen ein Blick vom Eingang aus auf die Fenster von March Chagall werfen. Es war Gottesdienst, auch wenn er nicht angeschrieben war.
Im Dom St. Martin wusste ich, dass den ganzen Vormittag Gottesdienste sind und hatte ja die Hoffnung, dass man von hinten in den Säulengang zum Altar schauen kann. Aber das war nicht möglich, ein Domschweizer in historischer Uniform mit Hellbarde versperrte das Eindringen. Man konnte nur in den Kreuzgang und Garten.
Wenn man das alles besuchen will, muss man mal an einem Nachmittag vorbeikommen.

So radelten wir dann weiter.
Zu den Bildern siehe meinen Blog zur Vortour.

Eltville war diesmal eine Pracht. Noch schöner als beim letzten Mal, alle Rosen standen in voller Blüte. Und das wurde gefeiert. Mit der Folge für mich, dass ich meine Thermo-Trinkflasche im Schlosshof neben dem Eisstand stehen liess. Wir waren schon über 2 km weiter, als ich den Verlust bemerkte. Für mich hieß das, zurückradeln in das Gewühle von Eltville. Die Flasche stand noch da, wo ich sie abgestellt hatte. In einem Biergarten, viel weiter als ich es eigentlich geplant hatte, fand ich meine Gruppe wieder.

Rüdesheim erlebten wir diesmal entspannend ohne die endlose Autokolonne. Kein Auto, sie waren ausgesperrt, weil hunderte von Bikern ihr Fest feierten. Sie flanierten mit ihren blitzenden Maschinen auf und ab. Und zwischen die parkenden Motorräder stellten wir unsere Fahrräder.

Mit der Fähre ging es nach dem Besuch der Drosselgasse und einigen erfrischend leckeren Eiswaffeln hinüber nach Bingen. 

Bei der Vortour kam ich bis zur Burg Sooneck.
Die Gruppe, die ich jetzt dabei hatte, mit der kam ich noch viel weiter.
Um 17 Uhr waren wir in Bacharach. 17:35 fuhr der Zug, mit dem wir in Mainz in den SÜWEX nach Karlsruhe umsteigen konnten. Wir hatten also eine halbe Stunde Zeit, um eine Eis oder Kuchen zu essen.

Wenn wir bis Oberwesel weiterradeln, könnten wir ein paar Burgen mehr sehen. Und dort um 17:57 in den Rheintal-Express umsteigen, mit dem wir quer durch die Pfalz ohne Umsteigen nach Karlsruhe konnten. Das war für viele der Anreiz.

Also weiterradeln, Burgen geniessen … Um 17:25 waren wir schon in Oberwesel. Die Stadt der Türme und des Weins. UNESCO Welterbe. Ich hörte Blasmusik aus der Ferne. Die Klänge zogen mich magisch an, ich radelte diesen Melodien nach. Auf dem historischen Marktplatz mit seinem riesigen Rieslingglas wurde gefeiert. Und ein riesiges Kuchenbuffet mit selbstgebackenem Kuchen, das große Stück für 1,50 EUR. Käsekuchen klassisch oder mit Pfirsisch, Erdbeerkuchen, Streuselkuchen mit Rhabarbar oder Beeren, Apfelkuchen, … und, und und. Die Muffins waren leider schon weg. Vor der langen Heimreise konnte man sich bei zünftigen Klängen nochmal richtig stärken. 

Mit tatkräftiger Unterstützung der Bahnmitarbeiter verteilten wir unsere Fahrräder im Zug. 
Auf dem Fest in Oberwesel gab es nur Kaffee, aber kein Mineralwasser. Es war abzusehen, dass mein Getränkevorrat nicht bis Karlsruhe reichte. In Bingen, das wusste ich, steht im Ausgangsbereich ein Getränkeautomat und der Zug hat ein paar Minuten Aufenthalt, wenn er pünktlich ankommt. Während der Zugfahrt schilderte ich dem Lokführer mein Problem, beziehungsweise meinen Wunsch, mir in Bingen, was zum trinken zu kaufen. Das kriegen wir hin, meinte er und er wird nicht wegfahren, bevor ich wieder zurück bin. Ankunft Bingen 2 Minuten vor Fahrplan. Ich sprinte zur Treppe, runter in den Gang, gerannt bis ich einen Hinweis zum Ausgang sehe, Treppe hoch. Und da sehe ich dann auch den Automaten. Getränk gezogen. Als er das Getränk greift, sehe ich meinen Missgriff. Eine Pepsi Cola. Es gibt bestimmt jemanden, dem das schmeckt. Jetzt genauer hingeschaut. Nächstes 2 EUR Stück. Die Nummer des Mineralwassers getippt. Wenn man die Nummer eingegeben hat, kann man sie nicht mehr korrigieren, der Greifer wandert sofort zur Flasche. Im Bahnhof muss alles schnell gehen. Jetzt habe ich die Pepsi und mein Evian. Treppe runter, Gang entlang bis Gleis 202. Treppe hoch. Der Zug hat auf mich gewartet, es sind auch noch 2 Minuten Zeit.
Entspannt geht es nach Karlsruhe.

Eine schöne Tour geht zuende.

Bis zur Burg Sooneck sind Beschreibung und Bilder im Post der Vortour.

Hier jetzt das, was danach bis Bacherach und Oberwesel kommt, alle mit => gekennzeicheten Einträge enthalten weitere Informationen, wenn man sie anklickt:
=>Kaub am Rhein mit der Burg Pfalzgrafenstein im Rhein und der Burg Gutenfels auf der rechtsrheinischen Seite


=>Oberwesel, Marktplatz mit einem Fest
=>Oberwesel, im Hintergrund auf dem Berg  die Schönburg

Für Oberwesel, wie für viele Orte an der Strecke, sollte man sich wirklich Zeit nehmen. Nicht umsonst ist das Mittelrheintal UNESCO Weltkulturebene.
Dem Bahnhof gegenüber ist zum Beispiel die =>Liebfrauenkirche als eine der bedeutensten hochgotischen Kirchen im Rheinland. Goldaltar, Lettner, Wandmalereien und vieles mehr.

Bis zur Burg Sooneck steht die Beschreibung im Post der Vortour.
Hier geht es jetzt weiter:

Burg Hohneck

Burg Hohneck, auch Heimburg genannt, wurde 1294 als Grenzburg errichtet, nachdem das Gebiet um Niederheimbach zur Kurmainzer Enklave wurde, die von Ländereien des Pfalzgrafs bei Rhein umgeben war. Nachdem die Situation 1344 zu Gunsten von Kurmainz gelöst wurde, verlor die Burg an Bedeutung.

=>Ruine Fürstenberg

=>Burg Stahleck
Ist heute eine Jugendherberge

=>Bacherach

=>Schönburg  (Oberwesel)

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