Mittwoch, 20. Juli 2016

Nordsee Haven: Meine Vortour ab dem 13.07.2016

Am 13.07.2016 ging es mit dem Nachtzug nach Hannover und von dort dann mit Regionalbahnen nach Esens. Rabenschwarz dräuten die Wolken, aber die hatten wir mit dem Zug zum Glück hinter uns gelassen.

Der Bahnhof besteht aus einem einzigen Stichgleis. Das Städtchen kann man jetzt mit dem Rad einfach durchfahren und sich schon darauf freuen, in Bensersiel das erste Seebad der Tour zu erreichen. Aber man kann beim hineinradeln nach Esens all die Hektik, dieses Abhaken Müssens von Geplantem hinter sich lassen und Entschleunigen, wir haben ja Zeit und die Etappe ist ja so bemessen, dass wir abschalten können. Ich brauchte einen zweiten Anlauf dazu, Anfang August fuhr ich nochmal nach Norddeich, einfach nur zum Ausspannen, mein Patenkind auf der Norderney zu besuchen. Und radelte von dort nochmal nach Esens. Ich radle nach Esens rein, registriere kurz vor dem Marktplatz eine kleine Gasse, einen Hinweis zu einer Teestube, einem Museum. Aber Halt, sage ich mir vor dem Rathaus, wie wäre es jetzt mit der Teestube.


Ich tauche ein in eine museale Märchenwelt. Oma's Sofas, Gegenstände von Anno dazumal, bis unters Dach vollgestopft. Krabben mit Rührei bestellt. Ein Kännchen Ostfriesentee. Das Kluntje in die Tasse, den Tee eingeschenkt und die Milch vom Löffel den Rand runterlaufen lassen, sodass sie wie kleine Wölkchen emporsteigen. Man kommt zur Ruhe, schöpft Kraft.

Das Rathaus von Esens. Rechts der Vorlaüfer, das ehemalige Stadthaus, in dem jetzt der Ratskeller ist.

Der Tanzbär, der vor Jahrhunderten Esens befreite und jetzt das Wappentier ist. Man begegnet ihm überall.

Die Kirche von Esens

Der Harfenspieler
Im August liess ich mir Zeit, watete durchs Watt, liess meinen Blick zu den Inseln auf der anderen Seite des Watts schweifen, lauschte dem Harfenspieler, der den ganzen Tag auf der Deichkrone saß und der Klang der Harfe war je nach Wind weithin hörbar. Einige Tage später kam ich durch Norden und hörte wieder diese Klänge. Wieder spielte er. Wir unterhielten uns, es waren tiefschürfende, auch kontroverse Themen, Standpunkte und Schlussfolgerungen, über die man geteilter Meinung sein konnte, je nachdem, was man als Hintergrund und/ oder Sichtweise nimmt. Aber parallel zu allem verstummte seine Harfe mit den betörenden Melodien nicht. Ich hatte es ja nicht eilig.
Wenn ich jetzt zu Hause immer mal wieder seine CD's auflege, bin ich an die Nordsee versetzt. Oben auf dem Deich in Norddeich spielte er oft noch lange, nachdem die Sonne untergegangen ist. Oder am Rande von Festen wie dem Wikingerfest in Norddeich oder beim Mittelalterlichen Ritterfest am Wasserschloss Dornum. Wenn ich mit dem Rad dort in der Gegend unterwegs bin und die Harfenklänge schweben durch die Luft, wenn ich den Harfenspieler entdecke, dann halte ich an, lausche und unterhalte mich mit ihm.
An einem Abend unterhielt ich mich mit einer Frau, die ihm auch zugehört hatte. Sie erzählte mir, dass es immer wieder vorkommt, dass er nicht spielen kann, weil es gewissen Leuten nicht passt. Sie bat mich, doch einen Leserbrief in der örtlichen Zeitung zu schreiben, zu schildern, wie die Kurverwaltung dem Harfenspieler das Leben schwer macht, weil sie meinte, es passt nicht zum Image des Ortes.
Die Zeiten ändern sich, der Küstenbereich mit Deich, Strand wurde um 2020 völlig für die vor uns liegenden Zeiten ertüchtigt. Auch die Corona-Pandemie hat Veränderungen gebracht.





Aber das ist eine andere Geschichte, jetzt wieder zurück zur Tour von Haven zu Haven, wo der Weg das Ziel ist.


Mit dem Rad ging es jetzt nach Bensersiel und je näher ich der Küste kam, desto besser wurde das Wetter. Das ist ja das schöne an der Nordsee, eine Schlechtwetterfront setzt sich nicht fest, sondern wird einfach schnell wieder fortgeblasen. Jetzt war ich wieder an "meiner" ostfriesischen Küste, wo es von einem Sielhafen zum nächsten.
(Hinweis: Durch anklicken kann man die Bilder vergrössern)

Neuharlingersiel mit den Fischerbooten. Es ist jetzt nicht mehr weit zum ersten Etappenziel Carolinensiel.





Die Küste, die Orte sind einfach zu schön, um einfach immer weiter zu radeln. Deshalb geht unsere Startetappe im September bis hierher. Jetzt bei meiner Vortour begnügte ich mich bei unserem Quartier nur mit einer Stärkung und holte mir noch Proviant in der Bäckerei.

Und startete weiter in Richtung Jever.


 Die Kirche von Jever


das Rathaus von Jever



die Brauerei des Jever-Biers



und das Schloss von Jever.


Auf dem Weg weiter nach Wilhelmshaven kann man in der Langsamstrasse entschleunigen.



Kunstwerke, eine Wurmstation, wo man in einem dunklen Loch sich in den Lebensraum der Würmer begeben kann.




und Riesenblumen an der Weide für glückliche Kühe.



Ankunft in Wilhelmshaven. Hier übernachte ich nach im beans-parc-Hotel.nach 75 km. Das Frühstück ist üppig, es ist kein Büffet und was man nicht essen kann, dafür bekommt man Tüten und kann es sich als Picknick einpacken. Das ist besonders, denn normalerweise gilt anderswo, man kann essen, soviel man will, aber nichts mitnehmen.






Wenn ein hohes Schiff durch will, werden beide Brückenhälften zur Seite gedreht.





Der Leuchtturm im Eingang zum Jadebusen. Zum gegenüberliegenden Ufer radeln wir dann am nächsten Tag bei der Umrundung des Jadebusens.



Am 14.07.2016 radle ich dann um den Jadebusen nach Eckwarden, Sehr bald beginnt ein Skulpturenpark. In 7 Stationen wird erklärt, wie von der Vergangenheit bis heute der Deichbau funkioniert. Die Festigkeit gibt ein Kern aus Sand. Aber dieser würde weggespült, wenn er nicht durch den Kleiboden geformt und festgehalten würde. Das ganze wird begleitet durch die Parallelen zu den 7 Tagen der Erschaffung der Welt aus der Genesis.








Interessant die Darstellung der Trennung was unten und oben ist.

Links das unten, die Erde mit 1 Jahr, 52 Wochen und 365 Tagen.

Rechts das oben mit dem Mond und den Sternen mit 12 Monaten zu 7 Tagen in 4 Jahreszeiten.


Am 7. Tag ist dann Ruhe angesagt. Ich bin an der Künstekolonie in Dangst angelangt.
Weitere Stationen sieht man im Album: Alle Bilder der Nordsee-Haven-Vortour



Am Ostrand des Jadebusens geht es jetzt wieder Richtung Norden, anfangs noch am Deich, bald aber muss man wegen Deichbauarbeiten auf den Radweg an der Strasse ausweichen. Es ist durch den Wasserdruck schwieriges Gelände. Schon in der Vergangenheit sank ein frisch gebauter Deich von 6 Meter Höhe schnell auf Mannshöhe ab. Schüttete man dann Mengen von Kleiboden nach, erhöhte sich zunächst der Deich auf 2 Meter, um am nächsten Tag wieder so kurz wie zuvor zu sein, dafür hat sich die Strasse auf der anderen Seite um 2 Meter angehoben. Um das in Griff zu bekommen, würde eine grosse lange Spundwand gebaut. Das führt jetzt zu einem Naturphänomen, dem Schwimmenden Moor.
Das Ziel dieses Tages ist Eckwarden. Da, wo wir übernachten, gibt es auch leckeren Fisch oder anderes. Gegenüber an der Kirche ist der historische Mittelpunkt. Bemerkenswert der Glockenturm, eher ein nordisch hölzerner Glockenstuhl mit den grossen Glocken. Er ist nicht in luftiger Höhe, sondern unten neben dem Friedhof. Auf dem Friedhof gibt es die Grabkeller. Hier wurde mit dem Pastor oder dem Schultheiss in kleinen Gerichtsverfahren abgewägt, was für alle Beteiligten am besten war. Abwägen heisst auf friesisch öcken. Zum Schutz vor Wasser liegen die Orte auf aufgeschüttetem Land, in Ostfriesland den Warften, hier den Warden. Zusammengefasst also Eckwarden in Butjadingen, dem Land auf der anderen Seite der Jade.
Wir sind hier an der engsten Stelle des Jadebusens, man sieht Wilhelmshaven und den neuen Containerhafen Jade-Port-2000.
Landschaftlich schön geht es am nächsten Tag Richtung Blexen, zum Fähranleger. Man hat auch Gelegenheit, seinen Füssen, sich selber was Gutes zu tun und im Watt zu entspannen an den Stellen, wo man sich auch mit Wasserhähnen die Füsse wieder waschen kann.
Bald sieht man den riesigen Containerhafen von Bremerhaven und hier gegenüber im Congresszentrum ist auch das Deutsche Auswandererhaus.

Auf dem Weg zur Fähre in Blexen. Bis zum September wird sie wohl wieder in Betrieb sein, am 24.07.16 sollen die Reparaturarbeiten offiziell abgeschlossen sein. Vor einiger Zeit rammte ein Frachter den Landungssteg und beschädigte ihn schwer. Da es keine weiteren Fähren oder Brücken gibt, musste ich auf den Ersatzverkehr mit dem Stadtbus ausweichen. Statt 15 Minuten mit der Fähre, dauert die Busfahrt über eine Stunde länger.
 
Ich radelte deshalb sofort zum Deutschen Auswandererhaus, um genügend Zeit zu haben. 2 Stunden Zeit sollte man mitbringen, das Museum schliesst um 18 Uhr.
Man bekommt die Karte mit der Identität eines Auswanderers, der einen durch den Gang begleitet. Es beginnt am Kai in der Nacht beim Warten, um in den Dampfer einzusteigen. Im Dampfer erlebt man die Überfahrt, in Massenunterkünften oder auch komfortabel.
Angekommen in New York muss man den Test bestehen, nach meinen Antworten ging es mit einem Willkommen in Amerika weiter.
Central Station, einer der grössten Bahnhöfe der Welt ... die Atmosphäre versetzt einen in jene Zeit.

Übernachten werden wir dann im Havenhostel Bremerhaven.
Abendessen können wir im alten Fischereihafen ...

 Aus der Umgebung unseres Hostels, auf der einen Seite eine Kirche in Backsteingotik, auf der anderen Seite der Blick in den Hafen. Das Hostel ist in einer denkmalgeschützten ehemaligen Marinekaserne. Aber total nobel und grosszügig.
Durch den Hafen geht es am nächsten Morgen Richtung Cuxhaven.
Nach 7 km mit erhöhter Vorsicht kommt man aus dem Hafengelände, noch einem Stadtteil und dann ist man wieder am Deich. Durch eine Dünenlandschaft geht es Richtung Cuxhaven.


Am Rande des Watts die Insel Neuwerk.




Es gibt einige Wattwanderer, aber hier kutschiert man bevorzugt mit den Pferde-Wattwagen durchs Watt zur Insel Neuwerk.

Duhnen, das Seebad von Cuxhaven



Fort Kugelbake. Bis hier waren wir auf dem Weser-Ems-Radweg unterwegs. Weiter geht es auf dem Elberadweg. Die Schnittstelle ist auf dem Pflaster markiert.

Das ist auch die Stelle, wo Seefunkpionier Jonathan Zenneck Versuche unternahm, Funkverbindung zu Schiffen herzustellen. Der Beginn des deutschen Seefunks. Für Antennen und Geräte wurde eine hölzerne Hütte in der Kugelbake gebaut.  

Die Kanone verteidigte die Elbemündung. Dass das Fort nach dem ersten Weltkrieg nicht geschleift werden musste, liegt daran, das das Fort Kugelbake gleichzeitig die Landbefestigung ist, ohne die bei Sturmfluten das Land weggefressen würde.

Die Kugelbake markiert als Landmarke die Elbemündung. Nachdem in der Vergangenheit bei Sturmfluten die Kugelbake ohne Landverbindung nicht erreichbar war, wurde 1732 der Damm gebaut und 1867 die Kugelbake auf eine runde Plattform aus Granitsteinen gestellt, Heute ist die denkmalgeschützte Kugelbake das Wahrzeichen von Cuxhaven.


Containerschiffe von und nach Hamburg.
Am Strand von Cuxhaven zwischen Kugelbake und Hafen.


Leuchtturm, Alte Liebe und Semaphor. Der Semaphor zeigt die Windrichtung und Windstärke von Helgoland und Borkum an.



Blick auf den Fischereihafen aus dem Schlafzimmer im Havenhostel Cuxhaven.

Am nächsten Morgen wurde man geweckt durch das eifrige Klappern beim Aufbau des Fischmarktes. Direkt hier beim Hostel verkaufte der Bauer Kirschen vom Alten Land. Dem kann man nicht wiederstehen. Das Obst von dort ist das beste was es gibt. Vor ein paar Jahren kaufte ich in Carolinensiel Pflaumen vom alten Land, knackig süss säuerlich. Der Proviant hielt nicht lange vor, ich musste immer wieder zugreifen. Und so war es diesmal mit den Kirschen. Keine Billigkirschen wie vom Türken, wie er betonte, wo der Saft schon unten aus der Tasche tropft bevor man zu Hause ist. Sie halten 4 Tage, versicherte er mir, als ich ihm sagte, ich bin unterwegs und brauche nicht soviel. Und noch was rein in die Tüte und nochwas ... nach 2 Tagen waren sie aufgegessen, der Geschmack der knackigen Kirschen ist zu verlockend.

Die "Alte Liebe", der alte Anleger im Hafen.
schon Heinrich Heine verliebte sich hier.
Am nächsten Tag geht es dann an der Unterelbe weiter Richtung Hammoor. Die Unterelbe ist der gezeitenabhängige Teil der Elbe, sie ist in Cuxhaven 15 km breit. Von Cuxhaven geht sie ab der Kugelbake noch 40 km in die Nordsee. Der Tiddenhub beträgt im Schnitt 3 m. Da in Cuxhaven das Prallufer ist, ist das Elbwatt relativ schmal, wenn man es mit dem Watt in Ostfriesland vergleicht. Das gegenüberliegende Gleit-Ufer in Schleswig-Holstein ist dann durch weit vorgelagerte Watt und Sände geprägt.





Die Fähre zum anderen Ufer der Elbe, nach Schleswig-Holstein
Der Leuchtturm Dicke Berta

Weiter geht es dann nach Otterndorf. Weiter Richtung Neudorf, Cadenberge am Hadelner Kanal. Über Wingst steht dann die einzige ernsthafte Bergetappe der Tour an, es sind Anstiege um die 50 Meter. Ziel ist Hammoor mit dem technischen Denkmal der Schwebefähre. Von Cuxhaven nach Hammoor sind es rund 60 km, dort steigen wir dann in den Zug nach Hamburg.


Seit 1909 pendelt die Schwebefähre zwischen Osten und Hemmor über die 80 Meter breite Oste an einem Gerüst hängend. Angetrieben wird sie von einem Elektromotor. Die Gondel hängt an einem 38 m hohen Gerüst und ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Oste-Region. Zum 100. Geburtstag 2009 bekam die Schwebefähre als viertes Bauwerk in Deutschland die Auszeichnung "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland" von der Bundesingenieurkammer verliehen.





Von der Fähre geht es dann geradeaus 2,5 km zum Bahnhof, wo 5 Minuten später der Zug Richtung Hamburg fährt. An sich nicht zu erreichen, meinte auch der Fährmann. Aber versuchen kann man es ja, mit Vollgas Richtung Bahnhof. Die Schranke war unten. Dann schnell hinter dem Zug herum auf den Bahnsteig zum Fahrradwagen, die Zugbegleiterin rief mir noch zu, jetzt aber schnell und in keinen anderen Wagen in den Gang einsteigen, und ich war drin. Ich klopfte mir insgeheim auf die Schultern.
Aber die Freude währte nicht lange. Ich wusste ja, in welchem Wagen die Zugbegleiterin war, und lief schnell zu ihr, um eine Fahrkarte zu lösen. Aber ich habe damit gerechnet, dass sie streng auf irgendwelche Dienstvorschriften pochte. Da sind DB-Mitarbeiter wesentlich flexibler (grösstenteils). Die Metronomin bestand darauf, dass man eine gültige Fahrkarte haben muss, wenn man in den Zug steigt. "Sie haben doch mitbekommen, dass ich direkt von der Strasse in letzter Sekunde direkt in den Zug geradelt bin. Wie sollte ich da noch eine Fahrkarte auf dem Gegengleis im Bahnhof kaufen?". "Man muss halt frühzeitig am Bahnhof sein, ich kann keine Fahrkarten verkaufen." "Also muss ich am nächsten Bahnhof wieder aussteigen und dann eine Stunde warten, bis ich weiterfahren kann?", fragte ich, hoffend, dass sie ob dieses kundenunfreundlichen Vorschlags ein Einsehen hat. Aber nichts dergleichen. "Genau so", meinte sie, "Sie können aber bei mir auch eine Fahrkarte kaufen, wenn sie zusätzlich zum Kartenpreis die 60 EUR Aufschlag wegen Fahren ohne Fahrkarte zahlen." Man kann also doch Fahrkarten bei ihr kaufen, sie kann offensichtlich doch exakte Karten ausstellen. Aber sie sah nicht so aus, dass man mit ihr verhandeln könnte und sie signalisierte auch kein Entgegenkommen. Also stieg ich am nächsten Bahnhof wieder aus, und schon auf dem Weg zum Automaten setzte sich der Zug in Bewegung. Kundenfreundlichkeit sieht anders aus, aber die Metronom hat ja auf dieser Strecke keine Konkurrenz von der DB. Eine Stunde Wartezeit mitten in der Pampa.
Also die Fahrkarte schon in Cuxhaven besorgen und den Fährmann überreden, 10 Minuten früher zu fahren, wenn wir dann schon da sind.

Wir übernachten in der Jugendherberge "Am Stintfang" direkt über den Landungsbrücken.

Blick aus dem Frühstücksraum der Jugendherberge


Blick von den Landungsbrücken, im Hintergrund die Elbphilharmonie.

Am letzten Tag geht es dann weiter über St. Pauli, Davidswache, Reeperbahn


Die Fischmarkthalle am Fischmarkt St. Pauli

Das neue Kreuzfahrtterminal in Altona

Der Museumshafen auf dem Weg die Elbe hinab


Der "Alte Schwede". Dieser Findling wurde entdeckt, als der Hafen vertieft wurde und der Bagger nicht mehr weiter kam. Die Bergung wurde zum Volksfest, im ersten Anlauf rissen die Ketten und der Stein plumpste wieder ins Wasser. Anhand der Spuren am Findling konnte man lokalisieren, dass der Felsbrocken dereinst in Smaland Schweden lag und vor 400.000 Jahren von den Gletschern der Eiszeit hierher geschoben wurde. Inzwischen ist dieser Stein leider durch Grafities verunstaltet. 

Airbus

Blankenese am Elbhochufer




Der Leuchturm in Wittenbergen, dem Endpunkt nach 18 km unserer Abschlusstour,
bei der Tour mit der Gruppe sind wir dann noch bis zur Schiffsbegrüßungsanlge Willkommenshöft weitergeradelt.




Wenn wir zurückkommen, können wir auch in Altona einsteigen. Der Zug wird hier eingesetzt, der Bahnhof ist als Sackbahnhof bequemer als Hamburg Hauptbahnhof.

Altona liegt am Hochufer der Elbe, vom Elbbalkon hat man einen tollen Blick über den Hafen, zur Elbebrücke.
In Altona muss ich auch immer an Joachim Ringelnatz denken, an sein Gedicht

Die Ameisen
In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.
So will man oft und kann doch nicht
Und leistet dann recht gern Verzicht.


Hier die Zugfahrt von damals. Seit 2017 gibt es die CNL-Nachtzüge nicht mehr. Die ÖBB führt das Nachtzuggeschäft jetzt durch, allerdings auf anderen Routen::
Hinfahrt
2. Klasse für 8 Erwachsene:
Fr 02.09.16    CNL 478  01:29  Karlsruhe Hbf - Hannover Hbf an 07:31 (Umst. 1:50 h)
Fr 02.09.16    RE 4410  09:21  Hannover Hbf - Oldenburg(Oldb) an 11:23 (13 Min)
Fr 02.09.16    NWB 82313 11:36  Oldenburg(Oldb) - Sande an 12:10 (6 Min)
Fr 02.09.16    NWB 82252 12:16  Sande - Esens(Ostfriesl) an 12:57

Rückfahrt

Do 08.09.16    CNL 479  20:29  Hamburg Hbf - Karlsruhe Hbf an 04:00 FR 09.09.16
FR 09.09.16    CNL 479 04:00 Ankunft KA HBF.

(Altona 20:14. Vorsicht kurzfristig nachsehen, im Juli war es 19:46)




Alle Bilder der Tour sieht man im Album: Alle Bilder der Nordsee-Haven-Vortour


Montag, 11. Juli 2016

10.07.2016 Die Biosphärentour in Sommerhitze

Der Start in Hinterweidenthal Ort beginnt schon mit einer Eisenbahnidylle. Der Grasbahnsteig, eine eingefasste Wiese vor einem Fachwerk Bahnhöfchen im Flügelsignal, das blechern scheppernd auf Rot schaltete, ein Bild wie von einer Modelleisenbahn-Anlage. Und wir mittendrin.


Es war heiss, 38 Grad sogar im Wald. Aber wir schafften den Anstieg, genossen das Rollen durch den schattigen Wald und hatten unsere Einkehr oben auf dem Balkon im Biosphärenhaus verdient.
Eine andere Herausforderung und Vergnügen war dann der Gang, die Balance auf dem Baumwipfelpfad.







Einen Schreck gab es, nachdem wir über den Steg geradelt sind. Plötzlich fehlten 3. Verschwunden, egal wohin ich suchend radelte. Verschwunden im Funkloch und im französichen Netz. Von meinem Smartphone irgendwann gemeldet, dass der Gesprächsteilnehmer in einem unerreichbaren Netz befindet. Endlich der erlösende Anruf aus einem Lokal in Schönau. Sie waren im falschen Tal gelandet. Aber zumindest wieder gefunden.

Nachdem wir wieder vereinigt waren, ging es weiter.

Abkühlung im Kneippbad von Rumsbach.

Und trotz aller Irrungen und Wirrungen kamen wir noch gut in der Zeit in Wissembourg an.

Montag, 20. Juni 2016

Biosphärenpark Fischbach (für SO 10.07.16)

Das Wetter war endlich so, dass man es wagen konnte. Und ich hatte Glück. Es regnete nicht. Im Gegenteil, immer wieder kam die Sonne raus. Und die Landschaft, saftig grün, überall kleine Bäche und Seen, mannshohe lila Lupinen, Farne, Moosteppiche überall, märchenhaft, wie in einem Feenwald. Da nimmt man auch in Kauf, dass die höchste Stelle ausgewaschen ist und man mit erhöhter Vorsicht man anfangs Richtung Fischbach hinab muss, wenn man nach 2 - 3 km an einer Lichtung, einem kleinen See auf besseres Terrain kommt und man lila Lupinen einen begrüssen.




Hier die Tour in Kürze:
8:45 Wir treffen uns in der Bahnhofshalle vor der Buchhandlung. Bitte vorher anmelden, da ich Regio-X-Tickets besorge, und wissen muss, wieviele mitfahren.

9:06 Start ab HBF Karlsruhe. Umsteigen in Landau mit Bahnsteigwechsel.
9:40 Auf dem Gleis nebenan, aber am anderen Bahnsteig wartet schon die Bahn mit 2 Wagen. Vorne=Pirmasens in Hinterweidenthal Ost aussteigen
Hinten=Bundenthal bis Hinterweidenthal Ort. Wird in Hinterweidenthal Ost getrennt.
Beide Züge sind Doppelzüge mit 20 Fahrrädern
12:30 22 km Biosphären Haus. 7 km Anstieg ca. 250 hm, davon die letzten 2 km Waldweg. Ebenso 3 km Abfahrt etwas ausgewaschene Waldpiste. Aber dann wunderschöne moderate Abfahrt.










Nach Wissembourg sind es dann 28 km, man braucht etwa 2 Stunden 10 Minuten.
Insgesamt sind es 50 km.

Zurück im Karlsruhe HBF. Die Klaviere sind wieder da. Und ein Mitarbeiter der DB Sicherheit zog mit einem mitreissenden improvisierten Klavierkonzert "bei mir biste scheen ..." die Reisenden in seinen Bann. So wundervoll schön kann ein Bahnhof sicher werden.  ... und scheinbar auch gesundheitsfördernd, die Krücke, die am Flügel lehnte, lehnte immer noch da, als das Klavier wieder verwaist da stand und alles wieder durch den Bahnhof hetzte :-)






Donnerstag, 9. Juni 2016

Am Bodensee 04.06.-05.06.16

Es war wie im Kinderlied von den 10 kleinen ... ja wie heisst das denn jetzt politisch korrekt? ..
Also zweien wurden in Berlin die Fahrräder gestohlen, da waren's nur noch 12.
2 bekamen schon mal Höhenangst, weils am Bodensee nicht potteben ist, da waren's nur noch 10.
Einer hatte ein Familienfest, da waren's nur noch 9.
Und so waren wir am Ende zu acht, die sich am Bodensee einfanden.
Der Wetterbericht verhiess ja nichts gutes. Aber wenn Engel reisen, ist einfach schönes Wetter. Sonne und Wolken, aber kein Regen, wenn wir unterwegs waren.
Die Radtour von Singen nach Allensbach im Sonnenschein, sodass in Radolfzell an der Strandpromenade schon ein Eis fällig war, in Allensbach kühlten wir uns im Kneippbad im Storchengang die Beine runter. Die Fähre in Wallhausen, der Bodenseereiter von Peter Lenk in Überlingen und dann die Pfahlbauten in Unteruhldingen.
Erst als wir zum Abendessen einkehrten, da begann es zu regnen.
Regnerisch war es auch am Sonntagmorgen als ich von der Jugendherberge Konstanz zur Fähre nach Meerburg radelte. Aber als ich dann an der Magischen Säule von Peter Lenk auf die anderen wartete, da war die Sonne auch schon wieder da.
Vom Regen später bekamen wir nichts mit, da waren wir im Zeppelinmuseum in Friedrichshafen. Und regenfrei blieb es dann auch bis Lindau.
Man hätte ein schönes Wochenende verpasst, wenn man sich aufs Wetter verlassen hätte :-)

Überlingen, der Reiter vom Bodensee (Martin Walser) vom Bildhauer Peter Lenk

Pfahlbauten in Unteruhldingen



Die älteste Kabelbrücke Deutschlands von 1897. Auf der Weltausstellung in Paris 1900 erregte ein Modell davon technische Begeisterung

Lindau im Bodensee, jetzt wäre Zeit für ein Eis zur Belohnung

Sonntag, 29. Mai 2016

Bodenseetour SA 04.06.- SO 05.06.16 SO Teil 2 Meersburg - Friedrichshafen - Lindau

Am Samstag 28.06.16 begannen die Baumaßnahmen auf dem Streckenabschnitt Singen - Radolfzell. Ich hatte vorher 2 mal mit Bahnmitarbeitern gesprochen. Sie versicherten im Vorfeld, dass ein reibungsloser Übergang in Singen von der Schwarzwaldbahn in den Seehas möglich ist, auch für Fahrräder, da die fahrplanmässigen SBB Seehas in Doppeltraktion eingesetzt werden. Das wirkte auf mich schon mal nicht sehr überzeugend, wie soll eine S-Bahn auch in Doppeltraktion Fahrgäste und Fahrräder der Schwarzwaldbahn mit Doppelstockwagen aufnehmen? Zumal der Seehas dem S-Bahnverkehr mit vielen Haltepunkten dient und schon mit den dort lebenden Gästen und Einwohnern gut gefüllt ist.
In Singen kommt es dann, wie es kommen musste. Schlimmer noch. Keine Doppeltraktion, wahrscheinlich gibt es ja auch garnicht soviele S-Bahnen, dass man alles in Doppeltraktion fahren kann. Mit einem normalen Fahrrad hätte ich keine Chance gehabt, mein Birdy konnte ich zusammengefaltet in eine Ecke stellen. An sich wollte ich ja in Radolfzell aussteigen, weil ich ja den 2. Teil der Tour inspizieren wollte und ab Radolfzell nach Uhldingen fahren, um möglichst schnell ab Meersburg den 2. Teil zu starten. Keine Chance, da mit jedem Halt weitere Fahrgästen in den Zug gepresst wurden, mussten Fahrgäste, die im Zug waren und sperriges Gepäck wie Kinderwagen oder Fahrräder dabei hatten, bis Konstanz im Zug bleiben.

Das heisst für uns:
Die Samstag-Tour muss mit Maximallänge ab Singen geradelt werden. Wir kommen auf Gleis 2 an, der Ausgang zur Stadt ist eine Treppe. Man kann aber auch mit dem Aufzug auf Gleis 1 wieder hoch und dort aus dem Bahnhof raus. Aber je nachdem, wieviele Radler anstehen, kann das dauern. Diese Tagesetappe verlängert sich damit von 40 auf 60 km. Der Zeitplan wird dadurch um etwa 2 Stunden länger, aber wir sind ja nicht auf der Flucht :-)
Hinweis: Falls jemand 60 km zu viel erscheinen, kann versuchen, doch mit dem Seehas nach Allensbach zu fahren. Die S-Bahn wird überfüllt sein, man muss daher strategisch vorgehen: Wenn man mit dem Fahrrad im Zug ist, unbedingt versuchen an der rechten Tür zu bleiben. Wenn man an der linken Seite ist, hat man in Allensbach kaum eine Chance, aus dem Zug zu kommen und landet in Konstanz. In Allensbach dann am besten in der Kneipp-Anlage auf die Gruppe warten. Dort ist es schön, es gibt dort auch ein Cafe.
Nur, wenn man nur einen Tag bleiben will und von Konstanz wieder zurück mit dem Zug will, ist 18:22 illusorisch, man muss den Seehas um 20:22 nehmen. Und wie voll dieser wird, ist nicht vorauszusagen.
Ich bin mal gespannt, ob die DB in dieser ersten Bauwoche ihr Konzept überarbeitet, jetzt beginnen die Sommerferien, für den Bodensee ist jetzt schon Hochsaison, wie man genau in diese touristisch so wichtige Zeit eine solche Baumaßnahme legen kann, ist allen, mit denen ich gesprochen hatte, Touristen wie Einheimische, ein Rätsel.
Inzwischen haben alle (bis auf eine) eine Unterkunft in der JH Konstanz oder in Meersburg und Umgebung gebucht. Somit kommen wir für all diese am Abend nicht in Zeitstress und sind auch rechtzeitig in Unteruhldingen am Pfahlbaumuseum.

Den 2. Tag können wir dann entspannt beginnen. Wir treffen uns alle, egal wo ihr übernachtet, um 10 Uhr auf dem Platz an der Hafenmole. Nicht am Fährhafen nach Staad/ Konstanz. Die Hafenmole ist am Meersburger Ausgang Richtung Friedrichshafen. Dort wo auch am Ende die Magische Säule von Peter Lenk mit Annette von Droste-Hülshoff als Möwe und anderer Persönlichkeiten der Meersburger Geschichte steht.
Treffpunkt an der Hafenmole, links hinten auf der Mole die Magische Säule
Hier bietet sich für die schon Wartenden neben der schönen Lage und Sicht auch die Möglichkeit, sich am Hotel Seehof die Wartezeit mit einem Eis zu verkürzen und Energie zu tanken :)
Bis Friedrichshafen geht es mal am See, mal aber auch in der Nähe der Strasse.
Zeppelinmuseum

im Zeppelin


Am Hafen von Friedrichshafen ist dann das Zeppelinmuseum. Dort auf dem Platz kann man auch einkehren.
 Hinter Friedrichshafen radeln wir dann durch Eriskirchner Ried


Am Nachmittag kommen wir dann in Lindau an.
(Hinweis: die Bilder kann man durch Anklicken vergrössern)


Zeitplan:



10:20 Meersburg 11:50 1:19 20 km

Friedrichshafen Museum, Essen

13:30 Friedrichshafen 15:40 3:10 48 km. Achtung bis zu 20 min Wartezeit an Schranke!


Damit bekommen wir den Zug um 17:02, wenn wir mehr Zeit wollen, der nächste Zug fährt um 19:02. Der Zug läuft 10 Minuten vorher ein, rechtzeitig da sein, da die Fahrradplätze begrenzt sind.





Freitag, 27. Mai 2016

Bodenseetour 04.06.-05.06.16 SA Teil 1 Singen - Allensbach - Wallhausen - Überlingen - Meersburg

Wichtige Informationen zur Bodenseetour:
Bei meiner Vortour an Fronleichnam war der 8-Uhr-Zug  schon in Karlsruhe überfüllt. Am Samstag 04.06. ist die Abfahrt um 8:09. Deshalb gehen wir sicherheitshalber ab 7:45 sofort zum Bahnsteig (Gleis 12 Anzeigetafel beachten). Wenn jemand später kommt, und niemand mehr vor der Bahnhofsbuchhandlung steht, sofort zum Zug auf den Bahnsteig.
Auf der Strecke Singen - Radolfzell werden zu unserem Zeitpunkt die Gleise ausgetauscht. Die Strecke ist damit nur eingleisig. Um dennoch einen einigermassen bedarfsgerechten Verkehr aufrecht zu erhalten, endet die Schwarzwaldbahn in Singen. Von Singen nach Konstanz fährt dann nur noch der Seehas der SBB, der dann in Doppeltraktion fahren soll. Zusätzlich dazu, dass man in Singen umsteigen muss, ist die Kapazität, vor allem, was Fahrräder betrifft, sehr eingeschränkt. Laut Fahrplan geschieht das Umsteigen am selben Bahnsteig, was positiv wäre. Laut einem Zugbegleiter wird das wahrscheinlich nicht funktionieren, jetzt am 28. Mai beginnt dieser Betrieb.
Ich habe an Fronleichnam schon mal getestet, wie das unsere Tour verändert. Jetzt am Samstag werde ich nochmal runterfahren, auch um den 2. Teil unter veränderten Bedingungen zu testen, hier betrifft es evtl. die Rückfahrt.
Wenn wir ab Singen radeln würden, wären das 13 km mehr. Da wir zudem den Bodanrück über Wollmatingen umfahren, um etwas flacher zu bleiben kommen nochmal 7 km dazu, sodass die Tour 20 km länger würde, das macht etwa 1,5 Stunden aus. Damit würde es für die knapp, die am Abend von Konstanz wieder nach Karlsruhe zurück wollen. Da es den Zug 18:40 nicht mehr gibt, muss man mit dem Seehas SBB um 18:22 zurückfahren, also nochmal 20 Minuten weniger Zeit. Umsteigen wieder in Singen in die Schwarzwaldbahn. Ankunft um 21:48 in KA. Der nächste SBB-Zug fährt um 20:22, Umsteigen in Singen, Ankunft 0:07 in KA.
Um den Zeitdruck aus der Tour zu nehmen, müssen wir versuchen, alle Räder in Singen in die SBB zu bekommen. Dann können wir bis Allensbach mit dem Zug fahren und von da über Wollmatingen Richtung Mainau nach Wallhausen. Dort mit der Fähre nach Überlingen, Unteruhldingen Pfahlbauten, Meersburg. Dort mit der Fähre nach Staad und dann mit dem Rad nach Konstanz Bahnhof am Hafen. Damit bleibt es bei den angekündigten 40 km. Aber trotzdem, wenn auch flacher, ist der Bodanrück auch hier nicht eben.
Achtung: Nach meinem Test am Samstag 28.05.16 ist diese Variante für eine Gruppe nicht machbar. Es wurden keine Doppeltraktionen eingesetzt, die SBB hat wahrscheinlich auch gar nicht genug Züge dafür. Siehe die ausführlichen Anmerkungen dazu im nächsten Blog!
Hinweis zum Bahnhof Konstanz. Ich habe ihn nochmal genau inspiziert, er ist und bleibt nicht barrierefrei. Im Bahnhof muss man eine Treppe runter und eine hoch. Einfacher ist die Treppe in der Unterführung am Konzil, aber sie ist ziemlich lang. Ein eBike entledigt man am besten allen Gepäcks und des Akkus, um es irgendwie hochzubekommen.
Hinweis: Steigungen sind nicht so heftig, und Treppen nicht so lang, je weniger Gepäck man dabei hat :-)

Hier mal einige Impressionen:

Blick auf die Mainau

Fahrräder in der Fähre Wallhausen - Überlingen

Fähranfahrt nach Überlingen

Pfahlbauten in Unteruhldingen
(Hinweis, durch anklicken kann man die Bilder vergrössern)

Zeitplan (siehe hierzu auch die Anmerkungen über dem 2. Teil der Tour!)

08:09 Karlsruhe - Singen Schwarzwaldbahn
11:10 Singen 12 km 47 min
12:00 Radolfzell 22 km 1:26 Std
13:00 Allensbach (Kneipp-Bad) über Wollmatingen 42 km 2:49 Std
14:40 Wallhausen
15:12 Fähre
15:40 Überlingen 51 km 3:31 Std
16:15 Unteruhldingen 57 km 3:50 Std
Pfahlbaumuseum 1 Std
17:45 Meersburg Fähre
18:00 Staad 63 km 4:17
18:25 Konstanz Jugendherberge
(bzw. Bahnhof Konstanz, wenn da jemand hin muss)
Hinweis: Für das Ende sind wir offen, da übernachtet wird.



Wenn wir von dieser Tour zurück sind, kann man hier von der Tour lesen. Informationen im Vorfeld, wenn man mitradeln will, stehen unter cornelius-berkmann.de .
Im Kommentar kann man aber schon Meldungen eintragen.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Worms Radtour 08.05.2016

Nachdem der Frühling nicht so recht warm werden wollte, herrschten bei unserer Wormstour dann gleich Sommertemperaturen. Und alle wollten raus. Jetzt hiess es raussuchen, was für Bahnen es von Karlsruhe nach Mannheim oder Ludwigshafen gibt, welche Tickets uns die meiste Freiheit bei der Linienwahl lassen.
Nachdem ich bei der Bahn die Bedingungen für Baden-Württemberg- und Rheinland-Pfalz akribisch studiert habe, war schon mal klar, dass man mit dem Rheinland-Pfalz-Ticket auf der Linie Graben-Neudorf auch bis Mannheim fahren kann. Umgekehrt kann man, wenn man es genau studiert, auf der rhein-nahen Strecke über Germersheim mit dem Baden-Württemberg-Ticket bis Ludwigshafen fahren.
Also 2 RP-Tickets gekauft und ein BW-Ticket, damit man auf der Rückfahrt zur Not auch die S3 über Heidelberg für einen Teil der grossen Gruppe als Alternative hat.
Der Zugführer im SÜWEX um 8:08 sah das anders. Er akzeptierte das BW-Ticket nicht, in seinen Dienstvorschriften kommt das nicht vor. Auch als ich im den Geltungsbereich auf meinem Smartphone zeigt, stimmte ihn das nicht um. Es ist allgemein bekannt, dass Webseiten gehackt werden können, meinte er und wer weiss, wer sich da die passende Strecke zurechtgebogen hat. Wir diskutierten in der offen gehaltenen Tür.
Wenn man sich die Info der DB anschaut, bekommt man sehr wohl eine Strecke bis Ludwigshafen hin:

Baden-Württembeg-Ticket gilt auch auf folgenden Strecken in Rheinland-Pfalz 
Unternehmen des DB-Konzerns Strecken Verkehrsmittel   DB Regio
Mannheim Hbf – Ludwigshafen (Rhein) – Schifferstadt
Züge der Produktklasse C (IRE, RE, RB und SBahn)
Karlsruhe Hbf – Wörth (Rhein)
Schifferstadt – Germersheim – Wörth (Rhein)
Graben-Neudorf – Germersheim
Mit dem SÜWEX fährt man
Graben-Neudorf - Germersheim - Schifferstadt - Ludwigshafen (Rhein)


Irgendwann machte der Lokführer Druck, er wollte endlich losfahren. So fuhren dann die BW-ler nach Mannhein, wo eh auch noch andere ankamen. Wir holten sie dort ab, und es ging auf 2 Duzend Rädern los nach Worms.
Hinweis: Durch Anklicken kann man die Bilder vergrössern.

Ein paar Kilometer nach der Neckarmündung ging es mit der historischen, über 100 Jahre alten Kettenfähre über den Altrhein. Weiter ging es über das Naturschutzgebiet Biedensand nach Worms. Bei der Einfahrt über die Nibelungenbrücke konnten wir uns auf die Stadt einstimmen.
Nach der Brücke kippte Hagen gerade den Nibelungenschatz in den Rhein.
Tetramorph über dem Südportal vom Dom St. Peter
 Heiliger Sand, der älteste jüdische Friedhof Europas.

Und wenn man hier klickt, kommt man zum Fotoalbum dieser Wormstour.
Im Album sind viele Bilder von Herbert Sch., diese sind im Album gekennzeichnet. Ausserdem habe ich Erläuterungen zu den Bildern geschrieben.